Dresden… will be continued

Auch dieses Jahr wollen Nazis aus ganz Europa in Dresden ihren jährlichen Großaufmarsch durchführen. Dies gilt es zu verhindern.

Termine:

14.1. 19 h Alte Meierei, Hornheimer Weg 2, Kiel
Antifa-Café zu den bundesweiten Antifa-Mobilisierungen gegen den größten Naziaufmarsch Europas am 13.02.2010 in Dresden.

16.1. 22 h Alte Meierei, Hornheimer Weg 2, Kiel
Konzert und Party mit Egotronic und DJs
Gefeiert wird ua. für die Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch am 13.02.2010 in Dresden.

28.1. 20 h Li(e)ber Anders, Iltisstraße 34, Kiel
Der Dresden Mythos – Geschichtsrevisionismus am Beispiel Dresdens.

Der seit 1998 in Dresden, anlässlich der Bombardierung der Stadt im Februar ’45, stattfindende Naziaufmarsch hat sich als ein bedeutendes jährliches Großevent in der bundesweiten Naziszene etabliert. Spektrenübergreifend treffen sich jedes Jahr mehrere tausend Alt- und Neonazis, um ihre geschichtsrevisionistische und die Shoa verharmlosende Propaganda in die Öffentlichkeit zu tragen. Warum diese gerade in Dresden über Jahre hinweg nahezu ungestört möglich war, liegt an der allgemeinen Gedenkpraxis in Dresden. Jahrelang fand hier eine fast ausnahmslose Stilisierung der Deutschen als Opfer statt. Die Ausblendung der Ursachen der Bombardierung sowie zahlreiche Mythen und Legenden boten Neonazis viele Anknüpfungsmöglichkeiten. In den letzten Jahren jedoch fand ein Wandel im Dresdner Gedenk-Diskurs statt, der sowohl eine artikulierte Abgrenzung von den Nazis als auch eine inhaltliche Verschiebung mit sich brachte. Doch trotz der offiziellen Entmythologisierung, Versachlichung und Kontextualisierung des 13. Februars bleibt das Dresden-Gedenken in seinem Kern geschichtsrevisionistisch und muss als solches kritisiert werden.
Die Referent_innen von Venceremos gehen der These nach, dass das Gedenken in seinen verschiedenen Formen geschichtsrevisionistisch ist.